„E-Bikes sind doch nur etwas für alte Leute“ – unter diesem Vorurteil hatten E-Bikes lange zu leiden. Doch mittlerweile ist das Image abgelegt. Die Zielgruppe wird immer jünger; auch junge Erwachsene steigen gerne auf E-Bikes. Ein wichtiger Faktor dabei: sportliche Modelle, die auf eine dynamischere Zielgruppe abgestimmt sind.

E-Mountainbikes sind ein wichtiges Thema; auch sogenannte SUV-Bikes, also Stadt- und Trekkingräder mit Mountainbike-Reifen und -Federung sowie Alltagsausstattung mit Licht, Gepäckträger und Schutzblechen, erfreuen sich gerade bei sportiven Pendler:innen einer wachsenden Beliebtheit. Aus dem einstigen Reha-Mobil ist mittlerweile ein Prestigeobjekt geworden. Ein Fahrradhändler meinte einmal scherzhaft: „Man schaut am Gartenzaun nicht mehr, was der Nachbar für ein neues Auto hat, sondern welches E-Bike er fährt.“ Ad acta gelegt ist so das Image des Armutsvehikels, das dem klassischen Fahrrad lange anhaftete. Das Gegenteil ist heute der Fall.

Ein wichtiger Punkt für den Erfolg: Es gibt ein großes Angebot an E-Bikes – und das ist auch sichtbar im stationären Handel. Gab es vor ein paar Jahren nur vereinzelte Modelle in den Shops zu sehen, machen sie mittlerweile bei vielen Händler:innen rund 50 Prozent der Ausstellungsfläche aus – es gibt sogar reine EBike- Shops. Die breite Präsenz bringt dann auch eine wachsende Nachfrage mit sich. Zudem werden nicht nur teure Modelle präsentiert, sondern auch Räder für den Massenmarkt produziert. Die technischen Entwicklungen sind soweit ausgereift, dass auch günstigere Modelle im Einsteigerbereich um die 2.000 Euro sich gut verkaufen lassen. Auch ein Markt zum Verkauf von gebrauchten E-Bikes etabliert sich aktuell langsam.